Matheprojekttag im Januar 2013

Am 24. Januar konnten alle Kinder einen Matheprojekttag erleben. Den ganzen Vormittag gab es spannende und herausfordernde Aufgaben – aus dem Bereich der Geometrie, aus dem Bereich Schätzen und Messen von Gewichten und aus dem Bereich Konstruieren.

An 4 Angeboten konnten die Kinder an diesem Vormittag teilnehmen.

Fotos: Angela Bode
Text: Angela Bode

In dieser Gruppe arbeiten die Kinder mit dem Tangram. Tangram ist ein bekanntes Legespiel.
Aus sieben Steinen, nämlich fünf Dreiecken, einem Quadrat und einem Parallelogramm, kann man Figuren legen. Alle Steine müssen dabei verwendet werden. Sie müssen sich berühren, dürfen sich aber nicht überlappen. Es entstanden Tiere, Gebäude, Menschen, Boote.

















In dieser Gruppe wurde mit Geobrettern gearbeitet. Figuren von Vorlagebögen haben die Kinder mit Hilfe von Gummiringen auf ein Nagelbrett gespannt. Es gab verschiedene Schwierigkeitsgrade und Nagelbretter mit verschiedener Anzahl Nägel.
Folgende Dinge haben die Kinder gelernt: genaues Hinschauen; Vorstellungen von Figuren zu entwickeln; Figuren zu erkennen, miteinander zu vergleichen und strategisch sinnvoll zu verändern; ihre Feinmotorik zu schulen; die Fähigkeit, Raum-Lage-Beziehungen zu erkennen und zu trainieren.

















In dieser Gruppe wurde mit dem Somawürfel gearbeitet. Der besteht aus bunten Würfel-Drillingen und Würfel-Vierlingen. Damit durften die Kinder Abbildungen von Gebilden, die die Kinder in Form von Vorlagen bekamen mit ihrem Somawürfel nachbauen. Das erforderte von den Kindern ein genaues Hinsehen und Nachvollziehen des räumlichen Gebildes und diente dem Training der räumlichen Vorstellungskraft. Der Umgang mit den Materialien und der ständige Vergleich zwischen dem realen Holzmodell und den gezeichneten Würfelgebilden unterstützt bei den Kindern die Durchdringung der räumlichen Bezüge. Die Kinder arbeiteten zu zweit und führten z.T. intensive mathematische Gespräche.

















Für die Leonardobrücke wurden hier Holzleisten aus Buchenholz im Format 400x50x8 mm benutzt. Diese selbsttragende Bogenkonstruktion ist von dem italienischen Künstler und Erfinder Leonardo da Vici skizziert worden. Die einzelnen Teile der Brücke stützen sich durch geschickte Verschränkung, die wie ein Flechwerk aussieht, gegenseitig. Schrauben, Nägel und ähnliche Dinge sind nicht nötig. Beim Bau der Brücke geht es einerseits um Muster und Strukturen, die erkannt und fortgesetzt werden. Andererseits erkannten die Kinder die Notwendigkeit der Kooperation. Denn ohne Absprachen und ohne große Aufmerksamkeit und Beteiligung aller Kinder brach die Brücke in sich zusammen, was die Kinder mehrfach erleben mussten.
Die fertige Brücke war im wahrsten Sinn des Wortes Teamarbeit.

















An dieser Station sollten Gewichte zunächst geschätzt werden. Danach wurde gewogen. Ziel war, dass die Kinder ein Gespür für Gewichte und Gewichtsunterschiede bekommen. Zunächst haben sie abgepackte Haushaltswaren durch Schätzen nach ihrem Gewicht geordnet. Den Päckchen wurden vorgegebene Schilder mit der Gewichtsangabe zugeordnet. Die Kinder erkannten, dass das Gewicht einer Packung nicht unbedingt etwas mit ihrer Größe zu tun hat. Dann wurde kontrolliert, indem die Gewichtsangabe auf der Ware gesucht wurde.
Dann haben die Kinder ein Gespür für das Gewicht 1 kg bekommen. Sie bekamen 1 kg Zucker in die Hand und sollten dann 1 kg Sand in eine Tüte füllen. Die Tüten wurden gewogen und die Differenz zu 1 kg bestimmt. Wer am nächsten an die 1 kg herankam hatte "gewonnen".
Zuletzt ermittelten die Kinder mit einer Fußwaage ihr Körpergewicht. Das wurde verdeckt auf einen Zettel geschrieben. Die Kinder schätzten, in welcher Reihengfolge sie sich aufstellen müssen - vom leichtesten Kind bis zum schwersten. Dann gab es die Auflösung - die Kinder verrieten ihr Gewicht und die Reihenfolge wurde u.U. korrigiert.

















Nach Bauplänen konnten mit Holzwürfeln Gebäude erstellt werden. Die Kinder durften alleine, mit einem Partner oder in einer Kleingruppe arbeiten. Alle Aufgaben dienten dem Training der räumlichen Vorstellungskraft.

















Das Tangram besitzt sehr einfache Regeln. Alle Bildvorlagen werden immer aus allen sieben Formen gebildet. Keine Form darf übrig bleiben. Die Formen werden niemals übereinander, sondern immer nur aneinander gelegt. Die Bildvorlage muss exakt wiedergegeben werden.
Die Kinder lernen räumlich Beziehungen zu erfassen, zu beschreiben und darzustellen. Sie lernen geometrische Flächenformen kennen und bekommen einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten, aus diesen sieben Formen eine große Vielzahl von Figuren zu legen.

















Kinder lieben Herausforderungen, rätseln und knobeln gerne. Streichholzknobeleien fördern die geometrische Vorstellungskraft und festigen den Sprachgebrauch zur Geometrie und den geometrischen Formen. Wie man den Bildern entnehmen kann, machen Streichholzknobeleien einfach Spaß.


Die Einstimmung wurde mit einem Mikadospiel auf dem Boden gegeben.